Carlos Castaneda - Das Rad der Zeit

Das Vermächtnis des Don Juan

Fischer Verlag, ISBN 3-596-14590-2

 

Wenige Monate vor seinem Tod hat der bekannte Ethnologe und Anthropologe Carlos Castaneda zentrale Gedanken aus der schamanistischen Vorstellungswelt der Yaqui-Indianer Mexikos über Leben, Tod und das Universum zusammengetragen. Dabei handelt es sich überwiegend um Zitate aus den zahlreichen Büchern, die er während und nach seiner Lehrzeit bei dem legendären Zauberer Don Juan Matus geschrieben hat; Castaneda hat sie für diese Ausgabe um persönliche Kommentare angereichert.

 

„Krieger nehmen stets das erste aus einer Reihe von Ereignissen als Skizze oder Landkarte der Geschehnisse, die sich daraus in der Folge für sie entwickeln werden.“ (S. 169)

 

„Jeder hat genügend persönliche Kraft für irgendetwas. Es ist die List des Kriegers, seine persönliche Kraft von seinen Schwächen abzuziehen und auf sein Krieger-Ziel zu lenken.“ (S. 171)

 

"Trost, Zuflucht, Furcht - all diese Wörter erzeugen Stimmungen, die wir zu akzeptieren gelernt haben, ohne nach ihrem Wert zu fragen."  (S. 118)

 

"Wir reden unentwegt mit uns selbst über unsere Welt. Tatsächlich halten wir unsere Welt durch unsere innere Rede in Gang. Und wenn wir aufhören, mit uns selbst über uns und unsere Welt zu reden, ist die Welt noch immer, wie sie sein sollte. Wir erneuern sie, wir entflammen sie mit Leben, wir halten sie mit unserer inneren Rede in Gang. Nicht nur das, wir wählen auch unsere Wege, indem wir mit uns selbst reden. So wiederholen wir die gleichen Entscheidungen immer wieder bis zu dem Tag, da wir sterben, weil wir immer wieder die gleiche innere Rede führen, bis zum Tag unseres Todes. Ein Krieger ist sich dessen bewusst und strebt danach, seine innere Rede abzustellen."  (S. 63)