Selim Aissel - Essentielle Psychologie

Farren Bel Verlag, Saarbrücken, 2003

 

Theorie und Praxis einer Psychologie der Entwicklung. Über die Selbsterkenntnis hinaus zum Entdecken der wahren Werte: Harmonie, Liebe, Freiheit …

 

Das Buch „Die essentielle Psychologie“ ist ein wesentlicher Beitrag zu den wenigen modernen, qualitativ hochwertigen Werken, die zu diesem Thema veröffentlicht wurden. Dieses Buch, welches die Kenntnisse der herkömmlichen Psychologie sowie psychosomatischer Theorien bei weitem übertrifft, beinhaltet sowohl die spirituelle Dimension wie auch die der praktischen „Arbeit“ an sich selbst. … Der vielleicht überzeugendste Aspekt ist sein lebendiger Stil, menschliche Fragestellungen anzugehen und den Fragenden soweit zu begleiten, dass dieser umfassend Einsicht und Verständnis für sein Problem erhält, damit er dies schließlich selbst lösen kann. Aus spiritueller Sicht betrachtet, skizzierte Ouspensky eine psychospirituelle Theorie des Vierten Weges, Krishnamurti sprach von der Reinheit und Klarheit, D. T. Suzuki von dem steilen und schroffen Weg des Zen, A. Desjardins von der subtilen Psychologie, die Tradition mit Moderne verbindet: Selim Aissel ist ein Meister der unmittelbaren Anwendung, ein Weisheitslehrer im Alltag. … Zum ersten Mal umreißt eine Psychologie das Individuum in einer universellen und sogar kosmischen Dimension nicht nur als familiäres, soziales und irdisches Wesen, sondern ebenfalls als Teil des Kosmos, dies aus dem Blickwinkel des Makrokosmos betrachtet. Mikrokosmisch gesehen ist der Mensch mit sich selbst konfrontiert, mit seinem „Herzensgrund“, d. h. konfrontiert mit seinem wahren Wesen. Und genau diese Seele oder Essenz, die er eines Tages verloren hat, gilt es zu finden oder wieder zu finden.

 

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Selim Aissel - Spirituelle Psychologie

Farren Bel Verlag, Saarbrücken 200, Teil 2, S. 182 ff

 

Eine praktische Anleitung

 

Leseprobe: Die Selbstbeobachtung

 

Die Bedeutung

Die Selbstbeobachtung ist für jeden die erste Arbeit auf einem Entwicklungsweg. Wer sich entschließt, einen Weg zu gehen, äußert damit seinen tiefen Wunsch, seinen Willen, sich zu ändern. Doch kann man nur das ändern, was man in sich erkannt hat. Und um sich selbst zu erkennen, muss man sich vorher beobachtet haben.

 

Wie geht man bei der Selbstbeobachtung vor?

Bei der Selbstbeobachtung handelt es sich nicht darum, eine psychologische oder spirituelle Theorie anzuwenden. Es handelt sich um Ihr konkretes Leben, Ihren Alltag, Ihr physisches, intellektuelles oder emotionales Verhalten gegenüber den Ereignissen Ihres täglichen Lebens.

 

Übungen

Um sich selbst wirklich kennen zu lernen, wird es für Sie am einfachsten sein, sich zunächst nur physisch zu beobachten. Versuchen Sie, sich gedanklich zu verdoppeln um sich dadurch von einem Punkt außerhalb Ihrer selbst zu beobachten. Durch diesen neuen Blickwinkel werden Sie sich sowohl beim Gehen als auch beim Arbeiten, Lachen usw. beobachten können.

 

Sehen Sie sich selbst in Ihrem Leben zu!

Wenn Ihnen diese Übung einigermaßen gelingt, versuchen Sie sich zu beobachten, sobald eine Emotion in Ihnen aufsteigt: Wut oder Ärger, Freude, Eifersucht, Sorge oder Friedfertigkeit… was ändert sich in Ihnen? Beobachten Sie auch die Veränderungen an Ihrem Körper, Ihrer Haltung, Ihrem Gesicht, Ihrem Ausdruck…

            Mit ein wenig Erfahrung werden Sie auch eine Anspannung bemerken, die mit der Emotion entsteht: ein Engegefühl im Hals, der Magen verkrampft sich, die Stimme versagt usw. Auf einer weiteren Stufe werden Sie schon die Vorläufer, also die Anzeichen einer negativen Emotion oder eines negativen Gefühls erkennen und können sich dadurch vorbereiten, gegen das zu kämpfen, was Sie nicht in sich aufkommen lassen wollen. Durch die Beobachtung werden Sie sich Ihrer selbst bewusst, mit diesem Bewusstsein wird die Verwandlung, die sogenannte „Metanoia“, und damit Ihre Weiterentwicklung möglich.

 

Beobachten Sie sich unaufhörlich!

Am Anfang wird es Ihnen vielleicht nur für eine Minute in der Stunde gelingen. Wichtig aber ist es, damit zu beginnen und daraus eine hartnäckige Übung zu machen, solange bis diese Selbstbeobachtung von alleine einsetzt.

            Auf dem Weg wird die Selbstbeobachtung durch nichts anderes zu ersetzen sein, denn sie bedeutet ein unmittelbares Kennen-Lernen Ihrer selbst. Denn solange Sie nicht wissen, was für ein Wesen Sie sind, können sie sich nicht ändern.

 

Was zu vermeiden ist

Die Selbstbeobachtung muss ohne jedes Urteil und ohne Kritik geschehen. Es geht darum, sich einfach so zu sehen, wie man ist, es handelt sich nicht darum, sich zu beurteilen.

            Wenn Sie eine negative Kritik an sich üben, wenn Sie über etwas an sich urteilen oder sich herabwürdigen, dann schließen Sie sich in der Sackgasse Ihres Urteils ein.

            Beobachten Sie sich, ohne mit sich selbst identifiziert zu sein(siehe Kapitel über Identifikation). Beurteilen Sie sich nicht als dumm, ungeschickt oder unfähig. Begnügen Sie sich damit, sich zu beobachten, so wie sie sind.

 

Beobachten Sie sich jeden Augenblick!

-          in Ihrem physischen Körper

-          in Ihren Emotionen

-          in Ihren Gedanken

Urteilen Sie nicht über das, was Sie beobachten, denn die Energie, die aus der Beobachtung entsteht, verliert sich im Urteilen.

 

 

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